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Familienpatenschaften

Familienpatinnen werden von unserem Ortsverein in einem Grundkurs (6 Kurseinheiten zu je 3 Std.) und durch verschiedene Themenabende ausgebildet. Einmal im Monat findet eine Supervisionssitzung unter Leitung eines Diplompsychologen statt. Dabei werden alle sich ergebenden Fragen besprochen und fachliche Hilfe gegeben.

Eine pädagogische Vorbildung ist nützlich, aber keineswegs erforderlich. Wichtig jedoch ist, dass ausreichende Erfahrungen im Umgang mit Pflege und Versorgung von Kindern vorhanden sind, d.h. die an diesem Ehrenamt Interessierten sollten selbst Mütter sein.

Zielgruppe sind Familien und Alleinerziehende in akuten Belastungssituationen, z.B. sehr junge Mütter oder Mütter mit mangelnder familiärer Unterstützung, nach Mehrlingsgeburten oder Familien mit Integrationsproblematik.

Zu den Aufgaben der Familienpatinnen gehören:

  • Unterstützung und Anleitung der Eltern bei Pflege und Versorgung sowie dem altersgerechten Spielen mit dem Kind
  • Anregung und Förderung des verantwortlichen Umgangs der Eltern mit dem Kind
  • Förderung und Festigung der Beziehung zwischen Eltern und Kind
  • Aktivierende Hilfen zur Herstellung von Außenkontakten, Überleiten zu Spielgruppen, Babytreffs
  • In Ausnahmefällen Entlastung der Eltern durch stundenweise Betreuung des Kindes

Die Häufigkeit der Besuche und die Zeiten werden mit den Familien im Voraus abgesprochen. In den meisten Fällen wird ein ein- bis zweistündiger Besuch verabredet, dies kann aber je nach Bedarf stark variieren.

Der Einsatz der Familienpatinnen erfolgt auf Wunsch der Eltern und wird oft durch die für den Wohnbezirk zuständigen Mitarbeiter des Jugendamtes vermittelt. Anfragen nach Familienpatinnen werden auch von Hebammen, Kinderärzten, Kinderklinik, Schulsozialarbeitern, Lehrern und Selbstmeldern gestellt.

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